DAS INSTITUT für Identitätskultur und Zeitgeschmack

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Vom 01. April 2012 bis 28. April 2012 hat DAS INSTITUT für Identitätskultur und Zeitgeschmack eine Gruppenausstellung mit dem Bundesamt für Bekleidung (CH), Dita Pepe (CZ), Ulf Pleines (DE), Araya Rasdjarmrearnsook (TH), Marianne Stoll (DE), Ivonne Thein (DE) und Alberto Gonzáles Vázquez (ES) gezeigt. Als Zwischenmieter existierten wir in der Berthelsdorfer Str. 12, 12043 Berlin.

Besuchen konnte man uns Mo, Mit oder Fr von 14.00 – 20.00 Uhr oder zu unseren Mittwochsveranstaltungen die immer um 20.00 Uhr stattgefunden haben.

Ausstellungseröffnung 1.April 2012 um 16.00 Uhr
Gallery Weekend Special 28. April 2012 12.00 Uhr – 18.00 Uhr

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Als Institut für Identitätskultur und Zeitgeschmack beginnen wir mit einer Begriffsdefinition:

Identitätskultur
Identität und Kultur werden als abhängig voneinander betrachtet, sie formen einander. Das Wort Identitätskultur ist in diesem Zusammenhang als ein Synonym zum Terminus Mode zu verstehen. Das Wort Mode ist aus dem lateinischen Begriff „modus“ abgeleitet und wird übersetzt mit „Art und Weise“, „Regel“ und „Maßstab“. Diese drei Übersetzungen beschreiben das Spannungsfeld in dem sich die Mode bewegt, sie umfasst unser Aussehen (sei es Kleidung oder Nationalität), wie auch unsere Sprache, Gestik und Mimik und unsere Gepflogenheiten. Akzeptiert in einer Gesellschaft, stellt sie ein gewisses Regelwerk an das Individuum, wirkt auf das Individuum ein um den Maßstab innerhalb der Gruppe zu erfüllen. Eine Mode setzt sich durch, wenn der gemeinsame Geschmack, die vorherrschenden Übereinstimmungen in einer Gruppe homogen sind. Sitten und Bräuche beeinflussen und formen sie und lassen neue Moden entstehen. Mode(n) sind somit immer ein Spiegel des aktuellen Zeitgeschmacks.1

Zeitgeschmack
Zeit und Geschmack sind niemals statisch und bewegen sich stetig. Die Mode ist dem ständigen Wandel unterworfen. Die Kurzlebigkeit der Mode wird durch die Gesellschaft beeinflusst. Das Wort Zeitgeschmack ist in diesem Zusammenhang als Synonym zum Terminus Zeitgeist zu verstehen. „(Mode ist) …ein Allgemeinbegriff für einen Komplex zeitweise gültiger Kulturformen.“2

Der Körper und seine Darstellung faszinieren uns seit Jahrhunderten. Dies scheint nicht verwunderlich wenn wir bedenken, dass er uns täglich begleitet. Wir werden in ihm geboren, leben in ihm, füttern, frisieren, gestalten, trainieren, strafen und belohnen ihn. Wir werden nur unseren eigenen Körper besitzen, er gehört uns ganz allein, niemand weiß was in uns vorgeht, es sei denn wir versuchen es auszudrücken, finden die richtigen Worte für unsere Gefühle. Der Körper ist unser Schutz; das Gewand, die Kosmetika – eine zweite schützende und schmückende Haut.

Dargestellt wurde der Körper in den unterschiedlichsten Formen. Denken wir an „Die Venus von Milo“ und die damit verknüpfte Vorstellung eines schlanken Körpers und vergleichen sie mit Bildnissen des Malers Rubens, so stellen wir fest, dass in Mittelalter und Renaissance volle, üppige und kräftige Körper in Mode waren. Manch eine Mode scheint heute schwer nachvollziehbar, so kann behauptet werden, dass wohl heute keine junge Frau den sogenannten Weiberspeck3 tragen möchte, um die Hüfte üppiger erscheinen zu lassen oder der Herr den Gansbauch, eine Art Jacke, die für eine künstliche Bauchwölbung in der Renaissance sorgte.

Auch überzeugt uns heute das altrömische Schönheitsrezept von pulverisierten Dattelkernen mit Rosenblättern und feingemahlenem Krokodilmist4 nicht mehr. Und über Kaiserin Poppäa5, die in vergangenen Zeiten eine Herde Esel begleitete, damit sie ihr Bad in wohltuender Milch nehmen konnte, zaubert uns heute eher ein Lächeln der Unverständlichkeit in unser Gesicht. Diese Mode – schon längst aus der Mode.

Das Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts ist ein Anderes – jung, sehr schlank und groß mit symmetrischen Gesichtszügen, einer markelosen Haut und vollem Haar; sportlich und modisch gekleidet. Mode gibt uns die Möglichkeit auf unseren Körper einzuwirken, ihn zu manipulieren. Mode kann als eine Erweiterung der Körpers im physischen Sinne gesehen werden, denken wir z.B. an Absatzschuhe, die den Körper strecken und vergrößern, oder wie Schulterpolster den Körper breiter erscheinen lassen. Nun ist festzustellen, dass jede Epoche ihre eigenwilligen Modediktate und Körperpraktiken hatte (und hoffentlich der Krokodilmist kein Revival feiert), doch sollte bedacht werden: der Körper darf nicht wie ein Gegenstand manipulierbar sein. Scheint es doch, als würden Markt und Medien einen gewissen Maßstab setzen, dessen Erfüllung ohne Photoshop schwer erscheint. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Schönheitsoperationen und Hungerpillen, Schönheitssendungen6 bei denen Frauen chirurgisch und vor laufender Kamera „komplett überholt“ werden, suggerieren, Schönheit ist käuflich. „(Unseren) Körper haben wir immer dabei…“, sagt der amerikanische Soziologe Erving Goffman. Das bedeutet tagtäglich beobachten wir und werden beobachtet, vergleichen wir und werden verglichen. Das Aussehen, so lernen wir es, scheint Auskunft zu erteilen. Ist der modische Stereotyp bedient (oder auch nicht) so kann dieser als Indikator für positive oder negative Verallgemeinerungen aufgefasst werden.

Die Inszenierung des eigenen Körpers und die damit einhergehende Darstellung der Persönlichkeit scheinen von großem Stellenwert zu sein. Frei nach Gottfried Kellers Novelle „Kleider machen Leute“7 fordert die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe eine gewisse Arbeit am Körper, ein modisches Auftreten, eine textile Identität. Eine Mode will gewählt sein.

Mode versteht sich als avantgardistisch, speziell und originell, aber genau so oft ist das Wort ein Synonym für kommerzielle Massenproduktion. Gehen wir von dieser zweiten Definition aus, bedeutet damit modisch sein, das Gewand der Masse zu tragen, jenes das die Industrie diktiert? Denn der Markt hat den Konsumenten der Zukunft bereits analysiert und dieser bewegt sich bei immer ähnlicher werdenden globalen Lebensideen ständig in einer Art Massengesellschaft, die mit dem Bedürfnis nach Individualität kollidiert.

Beim Streben nach modischen Vorbildern findet sich der Individualist dann schnell in der Nachahmung wieder – Originalität oder Fälschung? Aber eine Mode ohne Nachahmer wäre doch keine Mode? Ein Trend, eine Mode versteht sich als Bewegung, eine Bewegung die andere Individuen begeistern und für sich gewinnen will. Zwischen Massenkultur und Individualismus zeigt sich ein gewisser Widerspruch in der Mode.

Der Soziologe Georg Simmel sieht diesen Widerspruch, also den Wunsch nach Nachahmung und Abgrenzung, als ein typisches menschliches Phänomen. Die „…Verschmelzung mit unserer sozialen Gruppe und der individuellen Heraushebung aus ihr…“ spiegle sich in der Geschichte der Gesellschaft.8

So wird die Mode nie aus der Mode kommen, da auch sie von Nachahmung und Abgrenzung lebt.

Mode: Ich bin die Mode, deine Schwester.
Tod: Meine Schwester?
Mode: Ja. Weißt du denn nicht, dass wir beide Kinder der Vergänglichkeit sind?
Tod: Wie sollte ich mich entsinnen, da ich ein Erzfeind des Gedächtnisses bin?
Mode: Aber ich entsinne mich noch gut und ich weiß, dass uns beiden der Sinn danach steht, die Dinge hienieden unablässig zu verwandeln und aufzulösen.

Giacomo Leopardi9

Einfluss auf die Art wie wir uns kleiden, hat neben unserem Geschmack, der soziale Raum in dem wir uns bewegen. Gesellschaftliche Einrichtungen, soziale Konstrukte beeinflussen uns täglich in Moden, Sitten und Fragen des Geschmacks, Höfflichkeit und Anstand10. Zugehörigkeit zu bestimmten Stilgruppen oder Szenen, besonders Jugendkulturen, verlangen ein gewisses Maß an Konformität. Sprechen wir also von einer Mode innerhalb eines sozialen Konstruktes muss für die Assimilierung der interne Code verstanden werden.

Dies würde bedeuten, dass Moden zu Missverständnissen oder Irritationen führen können, wenn sie außerhalb ihres Wirkungsfeldes auftreten; der Empfänger den Code also nicht dekodieren, deuten kann. So kann für die Übersetzung visueller Gestaltungsmuster im interkulturellen Kontext gelegentlich ein Dolmetscher gebraucht werden.

Ist der Code geknackt, scheint den Möglichkeiten fast keine Grenze gesetzt. So scheint das 21. Jahrhundert ein Spielplatz für textile Identitäten. Kritiker beklagen, dass das Ursprüngliche seine Inhalte und Formen verliert, da wir in einer Zeit leben in der fast alles möglich ist und auch das Unmögliche möglich wird. Dies könnte man auch als Herausforderung sehen, eine Art Verkleidungsspiel, ein Spiel mit Erwartungen, Vorstellungen und veraltetem Stereotypendenken. Wir können uns tarnen und anpassen oder bewusst widersprechen; Stereotypen entkräften und Codes unterhöhlen, eine Art Täuschungsmanöver anleiten. Ursprüngliches und vermeintlich Vergessenes findet so neue Formen, Farben und Liebhaber.

So scheint die größte Schwierigkeit darin zu bestehen den Moden nicht blind zu folgen sondern bewusst zu wählen und zu hinterfragen.

1 vgl. Grimm, Jakob und Wilhelm: Mode. In: Deutsches Wörterbuch, Sechster Band, bearbeitet von Dr. Moritz Heyne, Leipzig, 1885, 2435-2438, modetheorie.de

2 Zitat von Theodor Vischer. In: Fred, Alfred Wechsler: Psychologie der Mode. In: Die Kunst, hg. v. Richard Munther, Berlin, Bard. Marquard & Co, 1904

3 Der Weiberspeck (eine Stoffwulst) wurde in der Renaissance unter Kleidern um die Hüfte gebunden um bei ärmeren Damen den Reifrock zu imitieren.

4,5 Aureden, Lilo: SCHÖN SEIN SCHÖN BLEIBEN – Praktischer Ratgeber, 5. Auflage, C. Berthelsmann Verlag, Gütersloh, 1955, 2-32

6 „The Swan – endlich schön“ startete als erste deutsche TV-OP-Serie bei Pro7 im Jahr 2004 und löste umfangreiche öffentliche Debatten aus. Die Medienanstalten bewirkten schließlich die Sendeplatzverschiebung von 20.15 auf nach 22.00 Uhr

7 Der Schweizer Dichter Gottfried Keller veröffentlichte die Geschichte „Kleider machen Leute“ 1874 im Sammelband „Die Leute von Seldwlya“, die Geschichte vom armen Schneider der im feinen selbst genähten Zwirn für einen reichen Mann gehalten wurde, der die Verwechslung aus Scham nicht aufklärt und der schlussendlich (auf Umwegen) Reichtum und Liebe durch seinen Schwindel fand, gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Erzählungen.

8 Simmel, Georg: Die Philosophie der Mode. In: Moderne Zeitfragen, Nr. 11, hg. v. Hans Landsberg, Berlin 1905, 5-41

9 Leopadi, Giacomo: Gedichte und Prosa, Frankfurt 1979. In: Kunstforum International 6/09-7/09 Bnd. 197, 267

10 vgl. Goffman, Erving: Wir alle spielen Theater – Selbstdarstellung im Alltag, 8. Auflage, Piper München Zürich, 2010

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Our location in Berlin, Neukölln has been temporary. THE INSTITUTE for identity culture and contemporary taste was presenting a group exhibition of Bundesamt für Bekleidung (CH), Dita Pepe (CZ), Ulf Pleines (DE), Araya Rasdjarmrearnsook (TH), Marianne Stoll (DE), Ivonne Thein (DE) and Alberto González Vázquez (ES). As interim tenants we have resided from 1st April 2012 to 27th April 2012 at Berthelsdorfter Straße 12, 12043 Berlin.

Opening hours have been: Mo, Wed or Fri between 2 – 8 pm or Wednesday events at 8 pm.

Opening 1st of April 2012, 4 pm
Gallery Weekend Special 28th of April 12 – 6 pm

As Institute for identity culture and contemporary taste we like to start with the following definition of the terms:

Identity culture (Identitätskultur)
Identity and culture are seen as interdependent, they form each other. The word “identity culture” is understood in this context as a synonym to the term “fashion”. The word “fashion” is derived from the Latin word “modus” and is translated as “way“, “manner” and “scale”. These three words describe the area of conflict in which “fashion“ is active. It includes our appearance (weather it is clothing or nationality), as well as our language, our gestures, our facial expressions and our conventions.

If accepted by society, they represent certain rules and regulations to the individual; they make you meet certain standards within that group. The common taste, the main method of matching up things, customs and traditions, influence and shape “fashion“. Fashion is always a reflection of the current popular taste (Mode/Zeitgeschmack1).

Contemporary taste (Zeitgeschmack):
Time and taste are never static but are always moving. Fashion is a subject that changes constantly. The lifetime of a particular fashion is influenced by society. The word contemporary taste is seen in this connection as a synonym for the German term Zeitgeist. “(Fashion is) …a general term for a culture that is formed for a particular time only.”2

The human body and the way it is represented, has fascinated us for centuries. This does not seem surprising if we consider it is with us every day. We are born into it, live in it, feed, comb, arrange, train, punish and reward it. We only have one body, it belongs to us alone, no one knows what is going on in us, unless we use the right words to express our feelings. The body is our protection, the robe, the cosmetics – a second protective and decorative skin.
The body has been shown in various forms. When you think of the “Venus de Milo” and the related idea of a slim body and compare them with portraits painted by Rubens, you will note that in the Middle Ages and the Renaissance a full, rich and powerful body was in vogue. A great number of previous fashions are now difficult to understand. It can be said that no young woman would fancy having the so called “Weiberspeck”3 which let your hips appear huge, or the “goose belly”, a kind of jacket for an artificial male belly bulge worn in the Renaissance period.

Also, we no longer believe the ancient Roman beauty recipe, which features powdered date stones with rose petals and finely crushed crocodile pooh4. The Empress Poppaea5, who followed a herd of donkeys so she could take her pleasant donkey-milk bath, makes us smile with incomprehension. This fashion – has been out of fashion for a long time.

The beauty ideal of the 21 Century is somewhat different; young, very tall and slim with symmetrical facial features, a full head of hair and immaculate skin, dressed sporty and fashionable. Fashion gives us the opportunity to interact with our body, to manipulate it. Fashion can be seen as an extension of the body in the physical sense, if we think for example of high heels which stretch the body or shoulder pads which broaden the body. Now it should be noted that each era had its idiosyncratic fashion dictates and body practices (and hopefully the crocodile dung will have no revival). However, one point should be considered: the body should not be manipulated like an object.

It seems that the media and the market set a certain benchmark, which is difficult to reach without using photoshop. The social acceptance of cosmetic surgery and appetite suppressing pills, beauty-op-tv-series6 where women get completely surgically renewed on camera and suggest that beauty is for sale. “We always have out body with us…” said the American sociologist Erving Goffmann. That means every day we observe and be observed, we compare and are compared. Our appearance, we think seems to provide all kinds of information. If the fashionable stereotype is reached or not then this can be interpreted as an indicator of either positive or negative generalization.

The presentation of the body and the associated personality seem to be of great importance in some societies. According to Gottfried Keller’s novel “Clothes makes the man”7 the membership of a social group calls for work on the body, the choosing of a fashionable appearance, a so called “textile identity”. A fashion must be selected.

Fashion is understood as a vanguard, special and original but at the same time this word is often a synonym for commercial mass production. If we use the second definition, being fashionable means to wear the garment of the masses, which has been produced by. The market has already analyzed the consumer of the future, who is interacting in an increasingly similar world which clashes with the need and idea of individuality.

In pursuit of fashion itself, the individual finds himself quickly imitating fashion – originality or fake? But a fashion without imitators would not be a fashion! A trend, a fashion is understood as a movement. It wants to inspire individuals and win them over. Between mass culture and individualism, there is a certain contradiction in fashion.

The sociologist Georg Simmel sees this contradiction, the desire for imitation and differentiation, as a typical human phenomenon. The “… merger of our social group and the individual apartheid from it …” is reflected in the history of our society.8
So fashion will never become out of fashion, since it thrives on imitation and differentiation.

Fashion: I am the fashion your sister.
Death: My sister?
Fashion: Yes. Don’t you know that we are both children of impermanence?
Death: How should I remember, I am a sworn enemy of memory?
Fashion: But I still remember well and I know that both of us like to turn things around, convert them and constantly dissolve them!”

Giacomo Leopardi9

In addition to our taste, the social space in which we interact influences the way we dress. Social institutions affect our every day fashions, manners and matters of taste, politeness and integrety10. Affiliation with certain groups or styles, particularly with youth cultures, require a degree of conformity. If we talk about a fashion that is understood within a social construct we must understand the internal code for assimilation.

This would mean that fashion could lead to misunderstanding or confusion, if they occur outside their field of action and the receiver can not interpret the code. So there is occasionally a need for the translation of visual design patterns.

If the code is cracked, it seems there is almost no limit it’s possibilities. So it seems that the 21 Century is a playground for textile identities. Critics complain that anything original loses its contents and form, since we live in an age where almost everything is possible so the impossible becomes possible. This could also be seen as a challenge, a sort of disguise game, a game of expectations, beliefs and outdated stereotype thinking. We can adapt and conceal or deliberately contradict, refute stereotypes and undermine codes that lead to a kind of deception. Original and seemingly forgotten ideas are seeking new shapes, colours and admirers.
It therefore seems to be difficult not to follow fashion blindly but to consciously choose to question it.

1 compare: Grimm, Jakob und Wilhelm: Mode. In: Deutsches Wörterbuch, Sechster Band, bearbeitet von Dr. Moritz Heyne, Leipzig, 1885, 2435-2438, modetheorie.de

2 quote of Theodor Vischer. In: Fred, Alfred Wechsler: Psychologie der Mode. In: Die Kunst, hg. v. Richard Munther, Berlin, Bard. Marquard & Co, 1904

3 The so called Weiberspeck (women’s flab) was a fabric bulge worn in the Renaissance period under the dress by poor women to imitate the crinoline.

4,5 Aureden, Lilo: SCHÖN SEIN SCHÖN BLEIBEN – Praktischer Ratgeber, 5. Auflage, C. Berthelsmann Verlag, Gütersloh, 1955, 2-32

6 „The Swan – endlich schön“ (The swan – finally beautiful) was one of the first German TV-medical series and started 2004 on the private channel Pro7. Due to a a long public debate the media institute caused a slot change from 8.15pm to after 10pm

7 The Swiss poet Gottfried Keller published the story “Kleider machen Leute” (Clothes make the man) in 1874 in the collection “Die Leute von Seldwlya” (The people of Seldwlya), the story of a poor tailor who was deemed a rich man in his self-tailored fine thread who was ashamed to clear up the confusion and finally (in a roundabout way) by cheating found love and wealth. It is one of the best known German stories.

8 Simmel, Georg: Die Philosophie der Mode. In: Moderne Zeitfragen, Nr. 11, hg. v. Hans Landsberg, Berlin 1905), 5-41

9 Leopadi, Giacomo: Gedichte und Prosa, Frankfurt 1979. In: Kunstforum International 6/09-7/09 Bnd. 197, 267

10 compare: Goffman, Erving: Wir alle spielen Theater – Selbstdarstellung im Alltag, 8. Auflage, Piper München Zürich, 2010

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